Chronik
und wissenswerte Fakten zur Windenergie im Ostalbkreis
1998Die erste nach dem EEG vergütete Windenergieanlage (WEA) wird in Aalen-Dewangen errichtet. Der Hersteller lautet Seewind und mit einer Nabenhöhe von 31 Metern und einer Nennleistung von 110 kW startet der Ausbau der Windenergie im Ostalbkreis.
30.11.2000Der Windkraftpionier Erwin Schweizer nimmt in Bopfingen-Unterriffingen eine 600 kW-WEA des Herstellers Enercon mit einer Nabenhöhe von 78 Metern in Betrieb. Schon bevor überhaupt an Bürgerenergiegenossenschaften gedacht wird, beteiligt Erwin Schweizer mehrere Familien an der WEA.
01.03.2001Eine erneute Steigerung bei der Nennleistung mit jetzt 1.000 kW oder einem Megawatt wird durch das Einzelwindrad kurz vor Ellenberg erzielt. Es wird durch das Ellwanger Unternehmen Uhl Windkraft projektiert.
01.12.2004Bei Ruppertshofen werden zwei WEA des Herstellers Vestas mit je 2.000 kW Nennleistung installiert. Im Jahr 2009 werden die bestehenden zwei WEA durch drei weitere Anlagen auf Eschacher Gemarkung ergänzt und bilden so den Windpark Striethof.
14.12.2006Der erste Windpark (per Legaldefinition ein Park mit mindestens drei WEA) im Ostalbkreis entsteht. Der Windpark Freihof in der Gemeinde Stödtlen besteht aus drei WEA des Herstellers REpower mit einer Gesamtleistung von 6.000 kW.
01.04.2007Der Windpark Waldhausen (Aalen) entsteht unmittelbar an der Autobahn 7. Er ist mit sieben WEA und einer Gesamtleistung von 14.000 kW lange Jahre hinsichtlich der Anlagenanzahl und der Gesamtnennleistung der gräßte Windpark im Ostalbkreis. Der Windpark Waldhausen wird erst im Jahr 2016 durch den Windpark Ohmenheim (Neresheim) mit insgesamt 16.500 kW bzw. im selben Jahr durch den Windpark Ebnat-Ochsenberg (10 WEA auf Gemarkung Aalen-Ebnat) als größter Windpark abgelöst.
14.10.2014Mit der WEA bei Stödtlen-Birkenzell wird am 14.10.2014 nach der WEA Aalen-Dewangen (1998) und der WEA Ellenberg (2001) erst das dritte Einzelwindrad im Ostalbkreis in Betrieb genommen. In Bopfingen-Unterriffingen (2000 und 2003), in Ellwangen-Pfahlheim bei Buchhausen (2004 und 2006) und in Neuler-Leinenfirst im Gewann Brandberg (2014) stehen jeweils zwei Windenergieanlagen in räumlichem Zusammenhang. Die überwiegende Mehrheit der Windenergieanlagen im Ostalbkreis befindet sich jedoch in Windparks ab drei Anlagen.
2014/2015Neue landesplanerische Vorgaben und eine neue Generation von Windenergieanlagen für windschwächere Binnenstandorte läuten einen starken Ausbau der Windenergie im Ostalbkreis ein. Im Jahr 2014 werden so zwei WEA am Brandberg (Neuler-Leinenfirst) mit je 2.350 kW und einer Nabenhöhe von 138 Metern errichtet. Im Jahr 2015 folgt auf dem Büchle in Oberkochen ein Windpark mit vier WEA mit je 2.400 kW und einer Nabenhöhe von 141 Metern.

Nachdem im gesamten Zeitraum von 2009-2013 im Ostalbkreis keine Windenergieanlage in Betrieb genommen wurde und die installierte Gesamtleistung bei 50.110 kW verharrte, wurden im Jahr 2014 dann 5.500 kW und im darauffolgenden Jahr 2015 sogar 9.600 kW Nennleistung zugebaut.
2016Das Jahr 2016 ist bisher das absolute Rekordjahr des Windenergieausbaus im Ostalbkreis. Die installierte Nennleistung hat sich innerhalb eines einzigen Jahres von 65.210 kW auf 130.160 kW verdoppelt. Die Anzahl der Windenergieanlagen erhöht sich von 36 um 25 auf 61 Stück zum Ende des Jahres 2016.

Der Zubau von 25 WEA verteilt sich auf insgesamt fünf Windparks: WP Büttenbuch (Eschach/Göggingen) [3 x 2.400 kW]; WP Ohmenheim (Neresheim) [6 x 2.750 kW]; WP Ebnat-Ochsenberg (Aalen) [10 x 2.400 kW]; WP Virngrund (Ellwangen) [3 x 3.000 kW]; WP Falkenberg (Bartholomä) [3 x 2.750 kW].
2018/2019Der Windkraftausbau kommt im Ostalbkreis nahezu zum Erliegen. Eine mögliche Ursache ist das Ausschreibungsmodell im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017. Lediglich im Jahr 2019 wird der bestehende Windpark Büttenbuch (Eschach/Göggingen) um eine vierte Windenergieanlage erweitert.